00:00:05: Ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge von in guter Gesellschaft dem Podcast der Schaderstiftung.
00:00:14: Mein Name ist Stella Lorenz, ich bin wissenschaftliche Referentin hier an der Schaderstiftung und mit mir sitzt meine Co-House an einem Tisch.
00:00:23: ganz herzlich Willkommen!
00:00:24: Hallo Ich bin Valeria Alsesser
00:00:27: Und wir haben eine tolle Gäste Professorin, Doktorin Tanja
00:00:31: Brühl.
00:00:32: Ja vielen Dank für die Einladung.
00:00:33: Herzlich
00:00:34: Willkommen.
00:00:35: Tanja Berühl ist Präsident in der TU Darmstadt Die Politikwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Internationale Institutionen und Friedensprozesse hat aber auch, interessanterweise Bio- und Sozialkunden auf Lehramt studiert.
00:00:46: Da sprechen wir gleich noch mal ganz kurz drüber!
00:00:49: Und war anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Unis Duisburg & Essen, dem Institut für Entwicklung und Frieden in Duisborg und der Eberhard Karls Universität in Tübingen.
00:00:59: Sie hat promoviert in Politikwissenschaft in Frankfurt und hat dann als Juniorprofessorin für Friedens- und Konfliktforschung bis zum Jahr Professorin für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Internationale Institutionen und Friedensprozesse dort
00:01:14: gearbeitet.
00:01:15: In zwei Tausendfünfundzwanzig wurde sie als Hochschulmanagerin des Jahres ausgezeichnet, und ganz frisch.
00:01:19: seit April diesen Jahres ist die Sprecherin der Rhein-Main-Universitätsallianz.
00:01:26: Und heute sprechen wir ganz viel über all diese Dinge teilweise ein bisschen stärker, ein bisschen weniger stark und uns interessiert zu beginnen immer eine Sache ganz besonders!
00:01:40: Ganz oben auf dem Schreibtisch.
00:01:42: Willkommen im Einstiegssegment, das ist die sogenannte Schreibtishfrage in der ich frage was liegt denn gerade auf ihrem Schreibtische oder im übertragenen Sinne womit beschäftigen sich gerade aktuell?
00:01:51: Was ist ganz oben auf der Tagesordnung?
00:01:53: Ganz oben in ganz verschiedener Dimensionen.
00:01:58: Also Kooperation im Rahmen der Rhein-Main-Universitätsallianz ist ja schon gefallen als Stichwort, das ist ein Zusammenschluss der Universitäten Mainz, Frankfurt und Darmstadt den es schon seit über zehn Jahren gibt oder sogar noch länger zurück je nachdem wie man's zählt.
00:02:13: und wir intensivieren gerade unsere Zusammenarbeit im Rahmen auch der Exzellenztrategie des Bundes und der Länder und drücken uns arg die Daumen dass wir am zweiten Oktober ausgewählt werden Allianz zu einer exzellenten Region wird, da heißt es Daumen drücken.
00:02:30: Aber Kooperation heißt auch für mich Kooperation mit der Wirtschaft.
00:02:33: Ich war gestern vorgestern beim Tag der Industrie in Berlin, war am Tag davor bei dem University Future Festival – da geht's um die Kooperation und andere Hochschulen das voneinander lernen.
00:02:46: Wir sind eine vernetzte Universität als TU Darmstadt und auch.
00:02:50: Eine vernetzende Universität,
00:02:52: d.h.,
00:02:52: Netzwerke sind uns wichtig.
00:02:53: und deswegen oben auf dem Schreibtisch in einer virtuellen Form.
00:02:57: Ich habe ein Papierlosen-Schreibtisch mehr oder weniger.
00:03:00: Der legt halt das iPad und steht der Rechner ist immer wieder die Kooperationsfrage.
00:03:07: Super!
00:03:07: Das geht schon so bisschen in die Richtung, die sich wahrscheinlich noch herauskristallisieren wird wie sich Uni verändert hat Präsidentin oder Präsident einer Hochschule zu sein verändert hat.
00:03:19: Mich interessiert zu Beginn, aber vor allem auch immer so ein bisschen wie die Personen, die hier sitzen, zu ihrer Beruf gekommen sind.
00:03:28: Sie sind ja eigentlich Lehrerin?
00:03:30: Wie kam denn dieser Schiff vom Lehramt zur Hochschulleitung?
00:03:35: Ist das was, was organisch passiert ist oder ist es etwas, wo man aktiv daraufhin gearbeitet hat?
00:03:39: Also hätten Sie mich gefragt, in der Mitte meines Studiums, wo es hingeht hätte ich gesagt Ich werde Lehrerin an einem Gymnasium.
00:03:46: Das war das was mich interessiert hat.
00:03:48: Ich habe immer gerne mit Menschen zusammengearbeitet und finde Lernbeziehungen und lernen etwas ganz Wunderbares.
00:03:54: also ich lerne für mein Leben gerne Und das kann ich hier als Präsidentin auch tun.
00:03:58: aber ich versuche vor allem dazu beizutragen dass insgesamt leerlernt Settings einen guten Ort haben.
00:04:04: Ganz konkret, ich habe Lehramt an Gymnasien studiert mit diesen beiden Fächern eigentlich ein bisschen auch aus der Not heraus.
00:04:11: Ich wollte gerne achtundachtzig was Studieren in Richtung Nachhaltigkeit.
00:04:16: das gab es in der Zeit in deutschsprachigen Umfeld noch nicht und hab deswegen meine eigene Interdisziplinarität mir gebaut.
00:04:25: Habe dann festgestellt dass ich wirklich mit viel Leidenschaft Biologie studiert habe aber für eine in Anführungsstrichen echte Biologin viel zu ungeduldig bin im Labor.
00:04:35: Da muss man sehr genau und sehr geduldig arbeiten.
00:04:38: Und ich glaube, dass politikwissenschaftliche Arbeiten legt mir näher.
00:04:42: Ich habe mich sehr immer dafür interessiert was passiert in der Weltpolitik.
00:04:45: Mein Schwerpunkt war immer internationale Politik und so habe ich dann am Ende meines Studiums gesagt auch eine Promotion konnte ich ja noch machen und dann kam das eigentlich so Schritt für Schritt.
00:04:56: nach der Promotion war wirklich zufälligerweise zu dem Moment eine Junior-Professur ausgeschrieben zwischen der damals auch HSFK, heute Pfrift im Peace Research Institute Frankfurt und der Goethe Universität in den Bereichen der Friedenskonfliktforschung.
00:05:11: Und ich hatte diese Anzeige gelesen, dachte das müsste meine Professur sein – sie ist es auch geworden!
00:05:17: In die Hochschulleitung bin ich gekommen nachdem ich erst Studiendekanin Fachbereich Gesellschaftswissenschaften war, Zehntausend Studierende.
00:05:24: Also andere würden das Universität nennen.
00:05:26: in Frankfurt ist halt ein Bereich und ich habe ihn als Studiendekanin schon gemerkt dass das Gestalten von Prozessen und das ermöglichen und gemeinsam zur besten Lösung zu kommen etwas ist was mir liegt sowohl Spaß macht wie auch zu merken das gelingt ganz gut.
00:05:43: Da wurde ich angesprochen, ob ich Vizepräsidentin werden möchte.
00:05:46: Dann hat mich eine Personaleigentur angesprochen... ...ob ich in Darmstadt meinen Hut in den Ring werfen möchte.
00:05:52: Das habe ich nach einem kurzen Gespräch mit der damaligen Findungskommission sehr gern gemacht.
00:05:59: Das klingt jetzt sehr emotional und ist das auch.
00:06:01: Ich hab mich ein bisschen diese Universität
00:06:02: verliebt.".
00:06:03: Und dachte, ja das probiere ich mal aus und jetzt bin ich in der zweiten Amtszeit.
00:06:09: Was macht denn die TU Darmstadt so liebenswert wenn ich reinhacken darf?
00:06:14: Das sind verschiedene Sachen.
00:06:15: also.
00:06:15: zum einen ist es für mich der Punkt dass interdisziplinären arbeiten.
00:06:21: Viele Hochschulen schreiben sich das auf die Fahnen und haben aber eigentlich wenig Erfahrung damit.
00:06:26: Und interdisziplinäres Arbeiten ist ja sehr voraussetzungsvoll, man braucht starke Disziplinen und man braucht die Haltung dass man sich von der eigenen Sprache auch ein wenig löst zuhört oder auf eine andere Disziplin zugeht.
00:06:38: Und als ich dann gelernt habe, dass es hier schon die Tradition gibt und zwar schon über Dekaden interdisziplinär zu arbeiten hat mich das sehr angesprochen.
00:06:47: Das andere ist etwas eher im kulturellen Bereich, Organisationskultur.
00:06:52: Ich erlebe die TU Darmstadt als eine Hochschule in der wir sehr stark auf Augenhöhe miteinander interagieren.
00:06:58: Die Türen sind prinzipiell eher offen Kooperation ist gewünscht und das ist sehr pragmatisch Und das ist etwas, was ich sehr, sehr schätze und was mir auch einfach Freude macht.
00:07:10: Schön!
00:07:11: Ich stelle es mir total herausfordernd und auch total erfüllend vor so eine Hochschule zu leiten.
00:07:18: Diese Auszeichnung die Sie jetzt letztes Jahr erhalten haben als Hoch- und Hochschulmanagerin des Jahres... Was bedeutet das für sie?
00:07:25: Bedeutet dass auch ein Schiff in Richtung wie Hochschulleitung heute anders auszusehen hat.
00:07:36: Haben Sie sich gedacht, sie können das gut nachvollziehen dieser Entscheidung und das ist Ihre Mission.
00:07:42: So möchten Sie das weiterführen?
00:07:43: Was muss Hochschulleitung heute leisten können?
00:07:45: Was machen Sie richtig?
00:07:48: Ich habe aus der Laudatio gelernt dass es für die Entscheidungskommission und das werden ja... ich erkläre vielleicht erstmal den Prozess.
00:07:57: Es werden von CHE und der Zeit also Konzentrum für Hochschulenentwicklung und der Wochenzeitschrift Die Zeit werden vierzig Personen angeschrieben, von denen man den Eindruck hat da passiert was Spannendes an der Hochschule.
00:08:12: Von außen und die beiden Institutionen führen dann interviews schriftlich mit verschiedenen Mitgliedern Man selbst darf auch einen Fragebogen abgeben und dann tagt eine Kommission.
00:08:27: Und es gibt da ne Shortlist mit sechs Personen, und am Schluss einer Auszeichnung.
00:08:31: Ich war jetzt schon zum dritten Mal in der letzten Runde, hab mich total gefreut und sehe das – und das habe ich auch bei der Verleihung der Auszeichnungen gesagt – an als ein Teamerfolg.
00:08:44: also wir an der TU Darmstadt stehen als Präsidium-Team gemeinsam dafür da mit einer klaren Ressortszuständigkeit, dass wir die Vielfalt an Themen der Hochschulleitung heute zu bewältigen hat.
00:08:56: Gemeinsam meistern.
00:08:58: Wir haben jeden Donnerstag eine Präsidiumsitzung in der wir zum einen uns wechselseitig updaten und wer sehr genau abwägen welche Entscheidungen wir tragen ertreffen Welche wir auch gemeinsam tragen möchten.
00:09:08: Und das ist für mich Insofern etwas Neues Als ich das als Vizepräsidentin so nicht erlebt habe.
00:09:14: Das war auch Wäreerweise jetzt ja schon acht Jahre her, aber dennoch habe ich den Eindruck Hochschulleitung verteilt sich auf mehrere Schultern.
00:09:23: Auf eine gemeinsame Verantwortung und auch hier wieder das Prinzip Augenhöhe.
00:09:27: Also ich nehme die Vizepräsidentin und Vizepspräsidentin Kanzler oder auch den Chief Communication Officer nicht wahr als eine mir zuordnende Arbeitsebene sondern wir sind ein Team und gemeinsam als Team versuchen wir bestmögliche Lösungen zu finden.
00:09:42: Sie haben mir gerade schon selbst gesagt, sie sind in der zweiten Amtszeit und Herausforderungen habe ich gerade schon angesprochen.
00:09:48: Sicherlich eine der spannendsten und irgendwie auch ein müdendsten oder nüchternsten Herausforderung ist Der Hochschul-Pakt.
00:09:56: Da gab es aufgrund dessen auch in der jüngsten Vergangenheit sehr zwei Institutsschließungen die ihnen wie ich das auch der Press und ihn selbst entnommen habe gar nicht leicht natürlich von Stotten gehen.
00:10:11: Wie gehen Sie da in diesem Team, was Sie gerade erwähnt haben?
00:10:13: Wie gehen sie damit um.
00:10:14: Also... Was hat das mit der Uni vielleicht auch mit Ihnen gemacht?
00:10:18: wie blicken Sie darauf zurück?
00:10:20: Zum Ersten möchte ich ein bisschen richtig stellen.
00:10:24: Beschlossen haben wir das Institut für Sportwissenschaft und haben die beiden Professoren, die beide tätig sind an der TU, in anderen Fachbereichen angesiedelt.
00:10:33: aber das Institute ist geschlossen halte ich nach wie vor für falsch, aber ich halte es für die richtigen Entscheidungen in der Situation.
00:10:40: Das andere DIGEO-Wissenschaften haben wir mit den Umweltingenieurwissenschaften in einer verkleinerten Form zusammengeführt, weil wir auch von anderen internationalen und technischen Universitäten und auch in Deutschland gesehen haben dass hier häufig noch mal Synergien gehoben werden wenn die Personen zusammenkommen und wirklich tagtäglich in einem Institut sind oder an einem Fachbereich sind.
00:11:03: Der Hochschöpakt ist eine Herausforderung gleichwohl das es ein Stück weit an der TU Darmstadt schon fast Vergangenheit, weil wir sehr schnell uns entschieden haben.
00:11:17: erstens das ist ein dreijähriges Projekt welches uns das Land Hessen octroiert.
00:11:22: Das ist der Wunsch der hessischen Landesregierung dass die Hochschulen kleiner werden.
00:11:26: explizit mehrfach so gesagt worden auch von unserem zuständigen Minister und wir setzen dieses Kleinerwerden als eine Kürzung um zehn Prozent um in dem wir sowohl zentrale Einschnitte vorgenommen haben, das sind die Geowissenschaften und die Sportwissenschaften.
00:11:42: Wir auch alle Fachbereiche in allen dezentralen und zentralen Verwaltungseinheiten gebeten haben uns auch Kürzungskonzepte vorzulegen.
00:11:50: Im Präsidium gab es eigentlich drei Phasen.
00:11:54: Die erste Phase war dass auf Bäumen gegen den Hochschul packt.
00:11:58: wir haben wirklich auf allen Ebenen versucht nochmal deutlich zu machen dass wir diese Entscheidung für falsch halten.
00:12:03: Falsch halten für alle Hochschulen in Hessen.
00:12:06: Wo kommt denn die Innovation in der Gesellschaft, die Innovationen in der Wirtschaft her?
00:12:09: Die kommt aus den Hochschulen.
00:12:11: Das heißt an Hochschullen kürzt, kürze an der
00:12:13: Zukunft.".
00:12:15: Die zweite Phase war als wir einsehen mussten dass wir auf verlorenen Posten gekämpft haben.
00:12:22: es war dann die Frage wie setzen wir den Prozess auf?
00:12:24: und wir haben uns eben unterschied zu den anderen hessischen Hochschulern dazu entschieden das sehr schnell zu machen und sehr transparent zu machen mit sehr viel Kommunikation einzubeziehen.
00:12:32: Also wir hatten im letzten Quartal des letzten Jahres ganz viele Gespräche, um immer wieder zu klären wo stehen wir?
00:12:39: Wir hatten Sondersenatssitzungen, Sondersitzung des Hochschulrates, um auch immer wieder darüber zu ringen was die beste Option ist.
00:12:48: und da sind wir natürlich von der Seite des Präsidiums von einer ursprünglichen Position zu einer anderen gekommen weil wir krüge Argumente gehört haben.
00:12:56: Aber nochmal die Entscheidung ist eine, die wir unter normalen Umständen nie getroffen hätten.
00:13:00: Sie kam von außen und ich muss sagen was mich neben der finanziellen Kürzung sehr umtreibt, ist die Frage von Wissenschaftsfeindlichkeit in Deutschland aber auch weltweit.
00:13:11: Wir wissen vom Academic Freedom Index das in neunundvierzig Staaten die wissenschaftsfreiheit abnimmt – auch in Deutschland, auch in Österreich oder der Schweiz.
00:13:19: Und das macht mir große Sorge!
00:13:21: zu sehen, wo stehen wir im Bezug auf Wissenschaftsfreiheit?
00:13:23: Wo stehen wir in Bezug mit Demokratie?
00:13:26: Wenn wir jetzt die anstehenden Landtagswahlen ansehen.
00:13:30: Das macht mir schon sehr große Sorgen.
00:13:33: Hilft Ihnen – das frage ich mich – Ihre Leidenschaft für Friedens- und Konfliktforschung, für Politikwissenschaften in diesem Job vielleicht auch gerade bezogen auf diese Thematiken weiter.
00:13:44: können Sie Prozesse dadurch besser verstehen oder sogar besser händeln?
00:13:49: Was mir hilft, was ich mitgenommen habe aus der Frinskonfliktforschung ist erstens das Prinzip der Allparteiligkeit.
00:13:56: Es gibt nicht den richtigen Weg.
00:13:59: es gibt nicht die objektive Wahrheit sondern aus der Perspektive der einzelnen Akteurinnen und Akteure gibt es immer den Moment dass man so verstanden wird.
00:14:07: das ist das Richtige und deswegen finde ich sehr wichtig dass alle ihre Positionen auch vorstellen können, dürfen und den Raum dazu haben.
00:14:15: Also das habe ich da schon mitgenommen wirklich ganz klassisch aus Mediationen für Anfängerinnen oder so.
00:14:22: Das war als ich früher noch gelehrt habe einen Bereich den nicht immer wieder... sehr gerne in Seminaren auch aufbereitet habe.
00:14:30: für Mediatoren oder Mediatorinnen ist das so ein Moment, dass man sich in diese Allparteiligkeit hineinversetzt.
00:14:35: Das Zweite was ich gelernt habe ist der Konfliktbegriff überhaupt.
00:14:39: also zu sagen Konflikte sind etwas völlig Normales.
00:14:42: es gibt Positionsdifferenzen immer und überall Und das ist an sich nicht schlecht sondern wir müssen uns nur darüber verständigen wie wir uns über die Konflikte unterhalten.
00:14:53: Dass es friedlich ist, ist logisch an der Hochschule.
00:14:56: aber das ist ja auch die Frage wie viel Wertschätzung ist dabei?
00:14:59: Wie viel Raum wird für andere dargelassen und insofern glaube ich dass sowohl der Konfliktbegriff als auch der Zugang über die Allparteiligkeit mir helfen in meinem Alltag.
00:15:09: Jetzt ist die
00:15:10: alles gut.
00:15:12: Ich wollte nur fragen fehlt Ihnen die Lehre und Forschung?
00:15:19: was genau vermissen Sie denn da am meisten?
00:15:21: Also ich fange mal mit der Forschung an.
00:15:24: Wir leben ja in Zeiten, die mich auch mit großer Sorge erfüllen, wenn nicht mehr die geopolitische Situation ansehen.
00:15:33: Wir haben nach dem Ende des Ost-West-Konflikts schonmal über die neue Welt Unordnung gesprochen und über die geopolitischen Spannungen.
00:15:41: schon damals war die Frage was macht China?
00:15:42: Was machen die USA?
00:15:44: Was macht Russland?
00:15:47: Die Sorge treibt mich weiter um, wie sieht eine neue Stabilität aus und welche Rolle spielt Kooperation in dieser Stabilitet?
00:15:54: Weil man ja im Moment sieht dass das Volkerrecht von einigen Staaten sehr selektiv ausgeführt wird.
00:16:01: Da ich früher zur Kooperation und zu den Vereinten Nationen gearbeitet habe hätte ich große Lust das eine oder andere Hintergrundgespräch zu führen und dazu zu publizieren aber einerseits zeitlich nicht denkbar und andererseits geht das auch von der Rolle her nicht.
00:16:14: Ich bin Universitätspräsidentin, ich habe das ganz kurz nach dem Völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands in einer Podiumsdiskussion mal gesagt, dass ich nur meine Privatmeinung sage und mich klar positioniert – und das war aber in der Hochschule eine ganz schnell um, dass sich eine politische Äußerung getätigt hatte!
00:16:31: Die war jetzt ja nicht schwierig, weil es ist einfach völkerrechtswidrig gewesen und ist das weiterhin.
00:16:37: Aber da habe ich gemerkt, dass selbst wenn ich glaube, dass ich meine Rollen sehr klar habe die anderen Seiten nicht immer die Rollen so klar haben.
00:16:45: Und in der Lehre vermisse ich das Lernen.
00:16:48: In der Interaktion mit den Studierenden hab' ich viel gelernt sowohl in der Fachlichkeit im Bachelorstudium.
00:16:55: Wenn die vermeintlich ganz doofen Fragen gestellt werden sind das ja meistens Fragen die sehr stark an Grundkonzepte gehen und im Masterstudiengang, den ich initiiert habe.
00:17:06: Internationale Studienprinz-Konfliktforschung vor langer Zeit.
00:17:09: in diesem Studiengang kommen europaweit die besten Studierenden nach Darmstadt Frankfurt und ans Brief.
00:17:18: Deswegen habe ich viel gelernt.
00:17:19: Da gibt es Menschen, die eine tolle Regionalexpertise haben, die ich überhaupt nicht hatte.
00:17:23: Ich habe aber auch von den Absolventinnen und Absolventen gelernt.
00:17:26: also wenn Sarah Nanny als Bundestagsabgeordnete Jahre später mir sagt, also entschuldigen Sie Frau Brühl so richtig über geopolitische Krieger haben wir nicht gesprochen muss sich mehr an die eigene Nase fassen sagen ja ich hab damals gedacht dass diese Zeit vorbei ist und ich habe mich leider fürchterlich gehört.
00:17:42: Also vermisse Forschung und Lehre.
00:17:43: Und habe aber ein ganz wunderbaren Job, es war eine bewusste Entscheidung einen Jobwechsel vorzunehmen.
00:17:49: Man kann ja sagen
00:17:50: trotzdem vermissen auch, dass man das was man gerade macht gerne macht?
00:17:54: Ganz genau!
00:17:56: Ich hab noch eine ganz kurze Frage zu dem was Sie vorhin gesagt haben zur der Wissenschaftsfeindlichkeit.
00:18:01: Das ist ja jetzt kein...das ist schon ne Art Konflikt Aber auf einem ganz anderen Level weil man ja auch teilweise mit also einfach quatschigen Argumentationen zu tun hat.
00:18:14: Wie kann die Hochschule sich da so positionieren oder wie gehen sie damit um?
00:18:19: Kann man dem Ganzen überhaupt begegnen, was ist da die Strategie, die man fahren könnte und vielleicht von ihnen sogar schon gefahren wird?
00:18:27: Für mich geht die Wissenschaftsfeindlichkeit ganz eng einher mit der Frage der Bedrohung der Demokratie.
00:18:36: Wir haben einen Grundgesetz, in dem die Wissenschaftsfreiheit verankert ist.
00:18:40: Ich bin als Beamtin und auch unsere demokratische Herrschaftsform.
00:18:43: Ich habe als Beamtin meinen Eid auf das Grundgesetz und die Verfassung des Landes Hessens geschworen und sehe es als meine Aufgabe an deswegen das Grund Gesetz zu verteidigen gegenüber jeglichen Angriffen, die es gibt.
00:18:56: Und das heißt für mich aber auch fürs Präsidiumsteam dass wir uns jetzt zum Thema Demokratie und Wissenschaft sehr früh geäußert und positioniert haben mit einem Banner, welches lange bei uns am Schloss hing.
00:19:08: Demokratie braucht Wissenschaft, Wissenschaft braucht Demokratie... Wir haben uns immer gefragt wann hängen wir das ab?
00:19:14: Weil es wurde ja irgendwann so ein bisschen vergibt und riss so aus!
00:19:18: Und es gab aber viel und wirklich schwer weil es gibt fast täglich unsägliche kleine Anfragen die nur darauf zielen Kleine Anfragen sind aus den Parlamenten des Bundestags oder des Landtags, die nur darauf abzielen, Sand in das Getriebe und das Wissenschaftsbetriebs zu streuen.
00:19:36: Das finde ich sehr ärgerlich.
00:19:38: Verstehe.
00:19:38: Ja, muss man da resilient sein?
00:19:43: Sind Sie resilient?
00:19:44: Wir sind als Autonomo-Universität erste Autonome-Univerität Deutschlands... resilienter als die anderen und doch zugleich verwundbarer, das sogenannte Gesetz der TU Darmstadt damit auch TUD abgekürzt.
00:19:58: Das TUD-Gesetz gibt uns eine Autonomie aber dieses Gesetz ist befristet auf zwei Jahre und wenn es keine Mehrheit findet im Landtag würde es auslaufen.
00:20:08: Das macht mir auch große Sorge und so sind wir im Moment auch im Gespräch mit der Landesregierung.
00:20:12: Wir wünschen uns dass das TUD Gesetz entfristet wird denn dass die Autonomien ein Erfolgsfall ist sieht man Wenn man es wirtschaftlich ansehen möchte, schlecht wirk an unseren KPIs.
00:20:23: Also wir haben zwei Exzellenzkluster und sind sehr stark in der Forschung pro Professur die trittmittelstärkste Universität Hessens.
00:20:30: Wir haben als einzige hessische Hochschule die Studierenden Zahlen gehalten.
00:20:33: Wir haben jetzt das erste Unicorn also die erste Ausgründungen gerade ja ausgespielt mit Focused Energy.
00:20:42: Es läuft top.
00:20:43: Und ich weiß noch nicht so genau, warum die Landesregierung noch zögert den so naheliegenden Schritt zu tun und uns zur Helfenresilienz zu bleiben?
00:20:51: Können Sie vielleicht nochmal genauer erklären was bedeutet autonome Hochschule?
00:20:55: Vielleicht habe ich da nicht meine Hausaufgaben gemacht aber das finde ich schon ganz interessant weil ich diesen Begriff jetzt zum ersten Mal höre ist dass ein Hessenspezi... Also ich selber wohne in Baden-Württemberg und hab an der Uni Heidelberg studiert.
00:21:05: dabei ist es einen hessenspezifischen Begriff.
00:21:07: Ist das ein bundesweiter Begriff?
00:21:10: Was genau bedeutet dieses Konzept?
00:21:13: Das Konzept bedeutet wirklich deutschlandweit, dass man besondere Rechte hat eigenständig zu agieren.
00:21:21: Es kommt aus dem Jahre zwei Tausend Fünf und mein Vorvor-Gener Jan Werner hat das erstritten, erzählt in Hessen einige der Dinge die wir als autonomo Universität machen können, können inzwischen viele.
00:21:35: Wir können unsere Professuren selbst aussuchen.
00:21:38: Wir haben ein Berufungsrecht, das muss also nicht erst in die jeweilige Landesregierung zum Minister zur Unterschrift, sondern wir machen diese Prozesse selbst.
00:21:46: Wir wählen selbst unsere Studierenden aus und haben da die eigenen Satzungen... Wir konnten im Bereich Exchange, also das was andere Transfer nennen.
00:21:53: Uns ist immer der Austausch wichtig, Exchange das System von IP for shares sehr früh auch etablieren weil wir einfach eigenständig uns die Regeln setzen können.
00:22:03: und ganz wichtig und ich glaube man sieht es in Darmstadt.
00:22:05: Wir haben eine Bauautonomie.
00:22:07: Das heißt wir können entscheiden wann wir was bauen solange wir Geld haben.
00:22:13: aber deswegen sehen unsere Gebäude an der TU Darmstad besser aus als die von anderen, weil wir schlichtweg schneller sind, als es eine große hessische oder andere Landesbehörde sein kann.
00:22:26: Die Baukosten schnellen in einem Maße in die Höhe wird einem ganz schwindelig bei und deswegen ist Zeit wirklich ein Gewinn an Geld an der Stelle und wir sind sehr schnell im Bauen.
00:22:39: das ist die vierte Dimension sozusagen
00:22:42: Super interessant, also alle Facetten kannte ich tatsächlich auch noch nicht.
00:22:45: Super spannende Frage.
00:22:48: Wir tauchen noch ein bisschen tiefer ein würde ich sagen
00:22:54: Der springende Punkt Genau und zwar in meinen Segmen, in meinem Recherche-Segment.
00:22:58: den springenden Punkt wo ich mich mit ihrem Werdegang auseinandergesetzt habe Und sie haben einen sehr facettenreichen Werdeganx war sehr schwierig für mich ein Springtenpunkt festzulegen.
00:23:10: Da ich aber selber im vergangenen Jahr mein Master abgeschlossen habe und natürlich im Zuge der Masterarbeit mich auch mit KI-Nutzung in der Hochschullehrer befassen musste, wollte ich sie eben zu ihrem Verhältnis zur KI im Hochschulkontext befragen.
00:23:24: Und zwar in der Pressemitteilung zu ihrer Nominierung zur Hochschulmanagerin des Jahres zwanzig fünfundzwanzig schreibt das Zentrum der HochSchulen-Twicklung Tanja Brühl ist maßgeblich zu verdanken dass die hessischen Hochschulen im Zentrum für künstliche Intelligenz Hessien AI – ich hoffe ich hab' das richtig ausgesprochen ihre Kräfte gebündelt haben!
00:23:41: Die Jury sieht in ihr eine Vorreiterin im verantwortungsvollen Umgang mit KI.
00:23:45: Und meine Frage wäre, was bedeutet für Sie persönlich ein verantwortungsholler Umgang bei KI?
00:23:49: Im Hochschulkontext und wie wird KI die Hochschulausbildung aus Ihrer Sicht in Zukunft verändern?
00:23:54: Also eine sehr große Frage aber vielleicht können Sie ja ein paar Gedanken teilen.
00:23:58: In der Tat eine sehr grosse Frage, die ich in drei Teile unterteilen möchte.
00:24:02: Erst mal war es das Hessian AI völlig richtig ausgesprochen.
00:24:06: Eine Initiative der vorangegangenen Landesregierung, die sich dazu entschieden hat insgesamt zwanzig neue Professuren zu etablieren in Hessen für die Forschung zu und an KI.
00:24:20: Wir als TU Darmstadt haben die Sprecherschaft an der Stelle, neun der Professuren sind auch bei uns.
00:24:27: Warum?
00:24:28: Weil schlichtweg die Expertise schon da war.
00:24:30: Wir haben ja auch eine Exzellenzkluster, das ist dann schon der zweite Punkt.
00:24:33: Wir sind... Entschuldigung zum ersten Punkt.
00:24:37: Hesschen-Nei ist etabliert worden unter der Leitung von Mira Messini und Christian Kersting, die auch die fachlichen Input gegeben haben.
00:24:46: Und auch da an der Stelle sehe ich mich als ermöglicherin.
00:24:49: Also ich habe in enger Abstimmung mit den beiden.
00:24:52: Und ich glaube auch mit ganz vielen nervigen Fragen, was ist denn jetzt KI genau und wie funktioniert das?
00:24:56: Und was ist der Algorithmus.
00:24:57: Also sich hat unfassbar viel gelernt und bin sehr dankbar für deren Geduld haben wir es geschafft ein virtuelles Zentrum aufzubauen, was aber auch wirklich Büroräume hier bei uns in Darmstadt hat.
00:25:08: Reasonable AI ist der Name von unserem Excellence Cluster hier in Darnstadt.
00:25:13: Das ist also einer der Top-Orte der Spitzenforschung in Deutschland, bei dem es darum geht eine ... neue und bessere KI zu etablieren.
00:25:23: Das bezieht sich sowohl auf die Daten, dass wir mit guten Daten arbeiten... ...und nicht den starken Bias in den Daten haben wie das bei anderen Dingen ist.
00:25:31: Ich bin auch sehr froh, dass Christian Kersting bei Sophie mitarbeitet,... ...die versucht mit gerechteren Daten zu arbeiten.
00:25:39: Es beziehe sich aber auch darauf, wie Algorithmen so funktionieren können,... ...dass sie nicht ganz so viel Elektrizität brauchen.
00:25:46: Wir wissen ja die großen Rechenzentren ziehen wirklich die Energie.
00:25:50: Und das bezieht sich aber auch darauf, wie können Bildungsunterschiede und damit komme ich zur dritten Dimension Studiumlehre.
00:25:57: Wie kann KI-Bildung noch einmal ermöglichen?
00:26:00: Also Lernen funktioniert immer von Menschen miteinander und untereinander.
00:26:05: Aber über Learning Analytics kann ich mir zum Beispiel anschauen in welchen Bereichen habe ich Schwächen könnte noch was aufholen.
00:26:13: Ich konnte jetzt für mich sagen es war im Studium eine Zeit lang die Statistik da... habe ich vielleicht noch die extra Schleife gebraucht.
00:26:21: Und dann zu sagen, okay da nehme ich mir ein Tool und das gibt mir quasi einen individualisierten Lernweg.
00:26:26: wie ich weiterkomme finde ich super.
00:26:28: wir haben auch jetzt in Darmstadt Modell dass es KI generierte Tutoren gibt die einfach auch nochmal auf diesem individuellen Lernwerk mithelfen.
00:26:38: Das finde ich deswegen wichtig, weil wir in den großen Massenveranstaltungen und in der Informatik fangen immer sechshundert junge Menschen pro Jahr an.
00:26:46: Wir können nicht jeden und jede im ersten Semester individuell betreuen dann nehmen wir doch einfach ein Werkzeug und helfen uns ein bisschen dabei.
00:26:53: Jetzt muss ich aber doch noch mal kritisch nachfragen, weil das vor allem und das verstehe ich auch positive Aspekte sind die KI ermöglichen kann eben auch was individuelle Bildung angeht etc.
00:27:05: Was dann denn die Herausforderungen, die ihn Sorgen machen in Bezug auf KI- und Hochschullehre oder die sie dann eben auch in der Zukunft sehen?
00:27:15: Weil wenn ich eben aus meiner studierenden Perspektive zum Beispiel die Masterarbeit geschrieben hatte und gemerkt hatte, das ist jetzt meine persönliche Meinung zur Universität Heidelberg.
00:27:28: Aber was die Regulierung von KI-Nutzung angeht, keine klaren Vorgaben gab vom Seiten der Universität oder teilweise von Seiten der Fakultäten, was halt zu immenser Verunsicherung bei den Studierenden geführt hat beispielsweise.
00:27:43: Also TGBT kam im Jahr zwanzig dreiundzwanzig raus Und im Jahr zwanzig vierundzwanzig fünf und zwanzzig gab es teilweise noch keine einheitlichen Regeln an den Universitäten.
00:27:52: Das habe ich schon als große Herausforderung auch empfunden, deshalb wollte ich fragen was sind denn die Fallstricke sozusagen, die Sie sehen?
00:28:01: Wie möchten sie auch als TU Darmstadt damit umgehen?
00:28:05: Also die große Herausforderungen haben Sie benannt.
00:28:07: KI revolutioniert sich ja fast täglich stündlich.
00:28:13: Und deswegen unser Wunsch, den auch ich verspüre zu sagen wir haben eine Regel und die ist jetzt für die nächsten zehn Jahre gültig.
00:28:21: Das werden wir nicht einhalten können.
00:28:23: Deswegen geht es für uns ganz stark in der Lehre darum zu sagen das ist auch über Richtlinien verankert und auf der Homepage zu finden dass es auch da um einen bewussten Umgang mit KI gibt.
00:28:35: Es spricht ja nichts dagegen wenn ich die erste Recherche zu einem Thema Ein Agenten, ich lasse jetzt mal weg welcher.
00:28:45: Also natürlich den, den wir an der TU Darmstadt für unsere Studierenden und Mitarbeiter haben.
00:28:49: Natürlich einen eigenen.
00:28:50: Ich weiß nicht auf alle die Nutzen dass sich den ersten Schritt der Recherche so machen.
00:28:56: und dann geht es aber auch darum das ja Studierende... gesuchte Absolventinnen und Absolventen sind, wenn sie in der Lage sind Dinge einzuordnen kritisch zu denken im Team zu arbeiten usw.
00:29:07: Also auch da hatte ich gerade gestern Abend mit Wirtschaftsvertretern sehr spannende Diskurs darüber was brauchen Absolvent- und Absolvente heute?
00:29:17: Ich habe immer
00:29:19: die Gespräche begonnen
00:29:20: mit dem Hinweis Naja Wissen schnell Wissen zusammen Das macht heute KI für uns.
00:29:26: Das brauchen wir nicht mehr.
00:29:27: und dann haben alle, mit denen ich da gesprochen habe gesagt ja, wir brauchen die Fähigkeit zur Einordnung, die Fährigkeit mit den Fakten umzugehen denn das kann die KI jetzt noch nicht.
00:29:40: Super interessant!
00:29:43: Wir sind schon fast am Ende angekommen bei unserem kleinen Podcast.
00:29:47: Wir möchten gegen Ende immer noch wissen von unseren Gästen wo sie sich spielerisch oder auch mit viel Freude und vielleicht abseits der gängigen Fachliteratur über ihre Themen informieren.
00:30:03: Also, ob es einen speziellen Medientipp gibt, einen speziellem Podcast den Sie lieben, den Sie verfolgen, wo sie sich informieren, ob's ein TikTok- oder Instagramkanal gibt, sowas in die Richtung können Sie da an Empfehlung aussprechen!
00:30:16: Also ich muss jetzt was ganz Schreckliches sagen.
00:30:18: Ich bin sehr gerne hier, ich bin auch gerne in anderen Podcasts aber ich höre keine Podcasts weil ich nicht... Was fühle ich?
00:30:25: Wirklich
00:30:27: viele Podcasts.
00:30:27: Ja genau!
00:30:31: Mir fehlt der Ort an dem ich gut Podcast höre.
00:30:35: Ich fahre viel Fahrrad da muss ich mich aus Radeln konzentrieren ...
00:30:41: beim Zugfahren auch nicht.
00:30:43: Beim Zugfahren arbeite ich, oder wenn ich richtig müde bin schlafig... Also
00:30:48: der Klassiker?
00:30:50: Ja, aber
00:30:51: da prutze ich einfach.
00:30:53: Es gibt so Momente wo ich denke es ist auch mal ganz gut den Kopf auszulassen.
00:30:56: deswegen entschuldigung kein Podcast!
00:31:00: Ich informiere mich auf der einen Seite ganz klassisch über Zeitungen und Fachzeitschriften die logischerweise jetzt alle im PDF sind.
00:31:10: Das hat sich verändert von den klassischen Zeitschriften für internationale Politik eher zu fragen, auch die Leadership und Culture und ähnliche Dinge ansprechen.
00:31:21: Das ändert sich aber auch sehr stark, je nachdem welches Thema bei mir ganz oben auf ist.
00:31:25: Und es gibt ein Medium was wir jetzt nicht benannt haben das sind die Menschen.
00:31:29: ich lerne am meisten im Austausch mit anderen Nehme mir gerne auch Zeit, andere Führungsmodelle anzusehen.
00:31:37: Andere Schwerpunkte zu lernen.
00:31:39: Sei es in ganz formellen Netzwerken wie der HochschulrektorInnenkonferenz und sei es aber auch in kleinen geschützten Räumen wo man sich mit Kolleginnen austauscht.
00:31:47: das ist für mich der Lernort weil ich dazu Reflektionen sehr angeregt bin.
00:31:53: Das ist ein guter Medientipp, den hatten wir noch nicht.
00:31:55: Ja,
00:31:56: das
00:31:56: war richtig gut!
00:31:58: Dass man im Austausch mit anderen Menschen sich selber kennenlernt und auch so Informationen bekommt die so nicht in der Medien festgehalten werden können.
00:32:15: Okay dann würden wir ins Ausstiegssegment gehen und zwar spielen wir am Ende immer noch entweder oder ich glaube es gibt einen oder zwei Joker.
00:32:23: Wir haben uns meistens auf zwei geeinigt, weil es irgendwann mal so Leid getan hat.
00:32:28: Aber wir nennen zwei Dinge die mehr oder weniger am Gegensatz zueinander stehen oder ein Spannungsfeld darstellen und sie müssen sich dann für eins von beidem entscheiden.
00:32:38: Magst du anfangen?
00:32:39: Du darfst gern!
00:32:40: Dann Forschung- oder Hochschulmanagement etwas was wir schon vorhin kurz angesprochen hatten.
00:32:46: Beides geht wahrscheinlich nicht, dann sage ich Hochschulmanagement.
00:32:48: Zwei Joker
00:32:49: haben Sie?
00:32:50: Nein, ich sag Hochschummanagement weil das mache ich jetzt gerade mit viel Leidenschaft in meiner zweiten Amtszeit.
00:32:55: Biologie oder Politikwissenschaft?
00:32:59: Schwer!
00:32:59: Politikwissenschaft, weil ich in dem Bereich promoviert wurde und auch als Professorin gearbeitet habe.
00:33:04: Konsens- oder klare Entscheidung?
00:33:07: Klare Entscheidung... Das kann auch heißen dass wir vor den Konsens hergestellt haben.
00:33:13: Theorie der Praxis.
00:33:15: Es gibt keine Praxis ohne Theorie.
00:33:18: Das ist ein bisschen cop-out gewesen, aber das ist okay.
00:33:22: Interdisziplinarität oder fachliche Tiefe?
00:33:25: Joker, das eine geht nicht nur das andere.
00:33:28: Ich glaube wir haben nur Jokerfragen.
00:33:31: Jetzt muss ich da noch
00:33:31: mal drauf gucken.
00:33:32: Dann geben Sie mir doch fünf Joker.
00:33:37: K.I.,
00:33:37: als Chance oder Risiko?
00:33:39: Als Chance!
00:33:41: Wettbewerb oder Kooperation?
00:33:43: Da kennen wir die Antwort.
00:33:46: Durch die Gewinne nehme ich den Wettbewerb.
00:33:48: Wissenschaft, liebe Erklären oder Zuhören?
00:33:50: Für mich persönlich zuhören in meinem Job erklären.
00:33:57: Langfristige Visionen oder kurzfristige Lösungen?
00:34:00: Langfristig Visionen!
00:34:02: Auch ein bisschen vorher.
00:34:03: sie bei der nächste Frage bei mir.
00:34:05: Universität als Elfen beim Turm oder als gesellschaftlicher Akteurin?
00:34:08: Ganz klar gesellschaftliche Akteuren.
00:34:10: Mut oder Vorsicht?
00:34:11: Mut
00:34:13: Internationalität und regionale Verankerung
00:34:16: Beides.
00:34:17: Joker, Joker Nummer zwei!
00:34:19: Das hat man noch nicht ... Wir sind ja eine europäisch-technische Universität, sind in Unite einem Europäischen Universitätsverbund.
00:34:26: superwichtig für mich.
00:34:28: E-Mail oder persönliches Gespräch?
00:34:30: Darf ich fünf Joker haben?
00:34:32: Das kommt auf die Situation
00:34:33: an.
00:34:34: Es kommt
00:34:35: immer auf diese Situation an aber es gibt manchmal eine persönliche Präferenz weil ich bin
00:34:38: z.B.,
00:34:39: ich ruf lieber an als was eine WhatsApp-Jagd.
00:34:42: Immer klärt man Dinge zehnmal schneller?
00:34:45: Man klärt Dinge schneller, aber manchmal habe ich ja auch die Aufgabe Informationen weiterzugeben und das finde ich per E-Mail besser weil das kann man jeder und jede in ihrem Tempo lesen.
00:34:56: Das ist ein guter Punkt.
00:34:58: Dazu passt auch ein bisschen die nächste Frage Struktur oder Improvisation?
00:35:02: Improvision!
00:35:06: Auf die nächsten Frage haben wir wahrscheinlich auch schon die Antwort Buch
00:35:11: Hörsaal oder Konferenzbühne?
00:35:14: Beides nicht, weil beides hat mir zu wenig Interaktion.
00:35:18: Und stattdessen gibt es eine Alternative?
00:35:21: Seminarraum-Interaktionsaustausch.
00:35:24: Das ist gute Antwort.
00:35:26: und zu allerletzt Frankfurt oder
00:35:29: Darmstadt?
00:35:29: Ich bin mit viel Herzflut hier Präsidentin!
00:35:34: Vielen, vielen Dank, dass Sie sich darauf eingelassen haben.
00:35:36: Ich habe noch eine ganz kurze Rausschmeißerfrage, die hat so ein bisschen damit zu tun über den Kontext wie wir als Schaderstifter natürlich auch öfter mit Ihnen zusammenarbeiten nämlich zweimal im Jahr über den runden Tisch Wissenschafts statt Darmstadt und mit der Third Mission der TU also der dritten Aufgabe Nebenforschung und Lehre, nämlich dem gesellschaftlichen Auftrag persönlichen Erwartungen an Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auch vielleicht mit dem Blick auf den runden Tisch.
00:36:10: Wie kann man das gut vereinen?
00:36:13: Wie sprechen Sie mit allen und wie wird alles Gute?
00:36:21: Ich schätze den Runden-Tisch sehr weil dort die Player zusammenkommen, die es in der Hand haben gerade gemeinsam dass wir als Wissenschaftsstadt Darmstadt uns nochmal weiterentwickeln und zwar nicht weil Weiterentwicklung immer gut ist, sondern weil wir ganz konkret Lösungen angehen müssen.
00:36:39: Wir sitzen ja heute an einem der heißen Tage hier zusammen.
00:36:42: Das heißt wie kann denn eine kluge Energiepolitik aussehen?
00:36:47: Wie kann eine kruge Stadtplanung aussehen?
00:36:49: und was ich sehr schätze an Darmstadt ist das wäre ja an vielen Stellen es einfach ausprobieren und dieses gemeinsame Ausprobieren uns zu schauen.
00:36:56: Was wollen wir denn alles ausprobierend?
00:36:59: Da ist die Wissenschaftsstadt und der Runde Tisch ein sehr guter Ort.
00:37:05: Vielen Dank für die Knappe und... Tolle Rausschweißerantwort und für dieses tolle Gespräch, dass sie sich die Zeit genommen haben hierherzukommen.
00:37:13: Wir sitzen zum Glück kühl einigermaßen gerade noch.
00:37:17: Und ja damit steigen wir aus dieser fantastischen Folge.
00:37:21: ich freue mich auf die nächsten.
00:37:23: Ich freu mich aber auch wenn diese erscheint und kann wie immer nur empfehlen in der Zwischenzeit auch auf unseren anderen Kanälen vorbei zu schauen Auf Instagram, auf LinkedIn, auf unserer Website Und eben auch in allen anderen Folgen, die bisher schon erschienen sind und die weiterhin erscheinen werden.
00:37:40: Wir freuen uns!
00:37:41: Schaut bei uns gerne vorbei, hört rein und bildet euch mit uns ein bisschen weiter.
00:37:46: Wir lernen hier auch im Podcast immer wieder ganz viel dazu.
00:37:49: Auf jeden Fall.
00:37:50: Ja?
00:37:51: Wir verabschieden uns.
00:37:52: macht's gut.
00:37:53: Danke auch von mir bis bald.
00:38:03: Tschüss.
00:38:05: Musik
00:38:06: Maximilian Scheikiusen.